Waldorf-Berufseinführung

Was ist die WABE?

 

Die WABE unterstützt

1. die Schulen:

  • Die LAG informiert und berät im Referat Lehrerbildung sowohl einzelne Kollegen als auch Gremien in allen Fragen der Berufseinführung.
  • Ein umfangreiches Angebot an Mentorenschulungen steht zur Verfügung und wird stets weiter entwickelt.
  • Der Kontakt zwischen Schule und Ausbildungsstelle(= Seminar, Landesfachberatung u. ä.) wird koordiniert.
  • Lehrproben werden mit Beteiligung der LAG und der Ausbildungsstätte organisiert und abgenommen.
  • Studienwochen und Kolloquien für neue Kollegen werden organisiert bzw. durchgeführt, Ausbildungen an Lehrerseminaren vermittelt und unterstützt.
  • Bei der Suche nach neuen Kollegen darf die Schule mit dem WABE-Siegel werben und wird damit auch vom Bund der Freien Waldorfschulen als Schule mit qualifizierter Berufseinführung akzeptiert und darf damit ebenfalls werben. Entsprechendes Werbematerial steht zur Verfügung.

All diese Angebote sind für WABE – Schulen kostenfrei, die Finanzierung wird von der LAG Hessen geregelt.

Vorteil:

Die Schulen sind in der intensiven Phase der Berufseinführung nicht mehr auf sich allein gestellt. Durch die Kooperation mit den Seminaren und der LAG ergeben sich u. a. mehr Berührungspunkte mit der theoretischen Ausbildung ihrer neuen Kollegen, was eine ständige Auseinandersetzung mit dem neuesten Forschungsstand ermöglicht. Alle Aufgaben, die die Berufseinführung betre en und nicht ausschließlich schulintern zu regeln sind, können an die LAG abgegeben oder zumindest von dieser unterstützt werden.
Einen Teil der Kosten für eine qualifizierte Berufseinführung trägt die Gemeinschaft der hessischen Waldorfschulen.

2. alle neuen Kollegen:

  • Neue Kollegen innerhalb des WABE-Konzepts haben ein deutlich verringertes Deputat an Unterrichtsstunden bei mäßig verringerter Bezahlung.
  • Sie haben dadurch den Freiraum, sich in ihre verantwortungsvolle Arbeit einzuleben.
  • Sie werden von ausgebildeten Mentoren mindestens ein Jahr lang begleitet und unterstützt.
  • Sie erhalten bei den Studienwochen und Kolloquien vielfältige Möglichkeiten zum fachlichen und persönlichen Austausch mit Dozenten, Lehrern und Mentoren weiterer Waldorfeinrichtungen sowie
    Kollegen in ähnlicher Anfangssituation.
  • Sie können sich qualifiziert auf eine Lehrprobe vorbereiten, die die Merkmale der Waldorfpädagogik besonders berücksichtigt.

2.a neue Kollegen ohne Waldorfausbildung:

  • Diese Kollegen sind in der Regel Experten in ihrem Fach und/oder bereits Lehrer mit staatlicher Ausbildung, eventuell sogar mit längerer Berufserfahrung.
  • Sie erhalten besondere Unterstützung beim Umgang mit einer ihnen bis dahin fremden Pädagogik und deren Grundlagen: Für sie ist ein intensiver Einführungskurs in die Grundlagen der Anthroposophie
    und Waldorfpädagogik verpflichtend (zur Zeit 3 x 1,5 Tage vor den Weihnachtsferien, in Zusammenarbeit mit dem berufsbegleitenden Lehrerseminar in Frankfurt).
  • Ziel ist es, diesen neuen Kollegen den Weg zu einer Waldorfausbildung zu ebnen.
  • So kann es u. U. sinnvoll sein, statt der Studienwochen einen berufsbegleitenden Kurs an einem Lehrerseminar für Waldorfpädagogik zu besuchen.
  • Auch die Teilnahme an dem Intensivkurs Oberstufe am Lehrerseminar für Waldorfpädagogik in Kassel kann Bestandteil des WABE-Konzepts sein.
  • Während des WABE-Jahres trägt die hessische Schulgemeinschaft bis zu 1000,– Euro der evtl. anfallenden Gebühren.
  • Individuelle Beratung und Absprache mit der Schule gehen dem in jedem Fall voraus.

Vorteil:

Die Berufsanfänger haben unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit der neuen Arbeitssituation auseinanderzusetzen. Sie können sich mit kundigen Menschen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Einrichtung ihres
Arbeitgebers beraten. Sie können Netzwerke mit Menschen in gleicher Situation bilden. Sie erhalten von Anfang an die Möglichkeit zu einem „Blick über den Tellerrand“. Sie können den Übergang vom Studium in die Praxis bzw. den Einstieg in das Arbeitsfeld des Waldorflehrers ohne Überforderung leisten.

Die WABE fordert

  • von den Seminaren: die Vermittlung solider Kenntnisse und Fähigkeiten
  • von den Berufsanfängern: diese in der Praxis umzusetzen
  • von den Schulen: diesen Prozess aktiv mitzugestalten und zu begleiten
  • von der Region bzw. der LAG mit ihrem Ausbildungsbeauftragten: fachkundige Begleitung des Prozesses.

… und fördert

die intensive gegenseitige Wahrnehmung und Wertschätzung aller Beteiligten, denn

Waldorflehrer wird man erst in der Praxis!