„Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen“ (Rudolf Steiner)
Nicht die wechselnden Anforderungen der Gesellschaft, sondern vor allem die Menschen selber sind Ausgangs- und Bezugspunkt der Waldorfpädagogik. Die Erziehung wendet sich dem einzelnen Kind zu, um ihm zu helfen, seine individuellen Fähigkeiten in der ihm gemäßen Weise optimal entwickeln zu können.
Die unterschiedlichen körperlichen, seelischen und geistigen Potentiale der verschiedenen Menschen gelten grundsätzlich als gleichwertig. Daher werden alle Schülerinnen und Schüler eines Altersjahrgangs gemeinsam in allen Fächern unterrichtet. Auf eine Einteilung von Lerngruppen nach Leistung wird verzichtet.
Auch der Unterricht für Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf folgt dem allgemeinen Waldorf-Lehrplan. Dieser orientiert sich in der Verteilung der Unterrichtsinhalte auf die Klassenstufen an den altersbedingten Entwicklungsschritten. Er gilt mit landes- bzw. kulturspezifischen Anpassungen weltweit in allen Waldorfschulen.
„Nicht gefragt soll werden: was braucht der Mensch zu wissen und zu können für die soziale Ordnung, die besteht; sondern: was ist im Menschen veranlagt, und was kann in ihm entwickelt werden? Dann wird es möglich sein, der sozialen Ordnung immer neue Kräfte aus den heranwachsenden Generationen zuzuführen.“ (Rudolf Steiner, Volkspädagogische Vorträge 1919)
Waldorfpädagogik: Im Mittelpunkt steht der Mensch!
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