| Eine rhythmische Gestaltung des Unterrichts stärkt die Gesundheit und erleichtert das Lernen.
Auf der Grundlage dieser Einsicht verwirklicht die Waldorfpädagogik eine innere und äußere Gliederung des Schulalltags.
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Die einzelnen Unterrichtsstunden erhalten durch eine gemeinsame Begrüßung (in Unter- und Mittelstufe meist mit persönlichem Handschlag) und Verabschiedung einen klaren Rahmen. Der Unterricht selbst ist gegliedert in einen „ rhythmischen Teil“ (mit Rezitation, Gesang und Bewegung), einen „Lernteil“ mit dem Erarbeiten, Wiederholen und Vertiefen des jeweiligen Unterrichtsstoffes und einen abschließenden „Erzählteil“. Diese Gliederung wird möglichst auch in anderen Fächern mehr oder weniger stark variiert berücksichtigt.
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Jeder Unterrichtstag beginnt zur selben Zeit, in den ersten sechs bis acht Jahren sogar mit demselben Lehrer. Soweit möglich wechseln nach dem zweistündigen „Hauptunterricht“ die stärker künstlerisch geprägten Fächer mit intellektuell anspruchsvolleren Fächern.
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Durch die Verteilung der Fachstunden innerhalb der Unterrichtswoche wird eine Rhythmisierung der unterschiedlich anspruchsvollen Fächer versucht (z.B. wechseln die beiden Fremdsprachen täglich). In vielen Schulen wird die Woche mit einem gemeinsamen Morgenkreis aller Klassen oder einer Schulstufe begonnen und abgeschlossen.
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Das Schuljahr wird nicht nur durch das Feiern christlicher Jahresfeste und der besonderen Schulfeste gegliedert. Zahlreiche Unterrichtsfächer werden epochal für drei oder vier Wochen unterrichtet, so dass auch dadurch die Rhythmisierung des Schulalltags verstärkt wird.
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Der Hauptunterricht (das sind täglich die ersten beiden Schulstunden) wird in Epochen erteilt. Nach drei bis vier Wochen wechselt das Unterrichtsthema. Bis z.B. die zweite Geschichtsepoche folgt, können mehrere Monate vergehen: Das Gelernte hat Zeit, sich zu setzen und innerlich verarbeitet zu werden.
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Ebenso wie die Epochalisierung wird der Wechsel zwischen Tag und Nacht bewusst in die Gestaltung des Lernprozesses einbezogen: Am Unterrichtsende werden wichtige Fragen offen gelassen. In einer gesund durchschlafenen Nacht können sie im Unterbewusstsein geistig verarbeitet und am nächsten Tag von den Schülern vertieft werden. Es zeigt sich, dass man auch in der Nacht und in den Wochen zwischen den Epochen hinzu lernt.
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