Ohne ein besonderes Engagement geht es wohl kaum: Schon die Waldorflehrerausbildung,
die über eine staatliche Lehrerausbildung oder die Berufs-praxis im
betreffenden Fachgebiet hinaus notwendig ist, erfordert eine umfassende
Persönlichkeitsbil-dung. Da der Waldorflehrer sich als Begleiter und
Helfer der individuellen Entwicklung seiner Schüler versteht, muss er
sich intensiv mit jedem einzelnen befassen. Nicht nur der langjährige
Klassenlehrer pflegt die persönliche Beziehung durch eine innere
Verbindung. Häufig verfasst der Pädagoge Gedichte, Lieder und Sachtexte
selbst.
Dies ist zwar aufwändig, doch intensiviert es den konkreten Bezug zu dem einzelnen Schüler und der Lerngruppe. Zahlreiche über den Pflichtunterricht hinausgehende Veranstaltungen, die regelmäßigen Schulfeste, die intensive Elternarbeit fordern ebenso wie die kollegiale Selbstverwaltung und die vollständige Schulautonomie einen zusätzlichen Einsatz.
Dafür bietet eine Freie Waldorfschule
außerordentliche Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen einer Gemeinschaft
von Schülern, Eltern und Lehrern, die auf der gemein-samen Grundlage
der Waldorfpädagogik ein ganzheitliches, werteorientiertes
Erziehungskonzept verwirklichen wollen.
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