Die an Waldorf- Sonderschulen praktizierte Heilpädagogik richtet sich an Menschen jeder Behinderungsart. Sie hat neben den Erkenntnissen der modernen Psychologie und Psychopathologie die Anthroposophie Rudolf Steiners zur Grundlage.
Die geistige Individualität des Menschen kann nach diesem Verständnis nicht krank sein. Nur die gesunde Verbindung von Leib, Seele und Geist ist gestört oder behindert. Daher benötigt dieser Mensch eine besondere Pflege des seelischen Bereichs als verbindendem Element. Die anthroposophische Heilpädagogik spricht daher auch von seelenpflegebedürftigen Menschen, um den bloß auf die Defizite verweisenden Begriff der Behinderung zu vermeiden.
Die Waldorf-Förderschulen unterrichten Schüler und Schülerinnen mit unterschiedlichem besonderem Förderbedarf gemeinsam: Schüler mit Lernhilfe- und Erziehungshilfe-Bedarf sowie Praktisch-Bildbare werden in einer Lerngruppe gemeinsam unterrichtet. Der an den Bedürfnissen der Altersstufe orientierte Lehrplan entspricht dem der anderen Waldorfschulen.
Profil der Waldorf-Förderschulen
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